Druckfarbe und Lack auf einer Fläche mit Lebensmittelkontakt
Bei Produkten mit Lebensmittel- oder Mundkontakt unterliegen Druckfarbe und Lack derselben Prüfung wie der Bedruckstoff. Wasserbasierte Farben werden bevorzugt, weil ihre Lösemittelabgabe gering ist. Der Lack schützt die Oberfläche und bestimmt ihre Anmutung; seine Eignung für Lebensmittelkontakt ist gesondert zu erklären.
Farbtypen
Was der Lack leistet
Der Lack ist die Schutzschicht über dem Druck. Er hält Abrieb stand, erhöht die Farbbeständigkeit und entscheidet, ob die Oberfläche matt oder glänzend wirkt. Das sieht nach einer Gestaltungsfrage aus und ist für die Lebensmittelkonformität so wichtig wie die Farbe.
Matt gegen glänzend
Glanzlack lässt Farbe gesättigter wirken und kommt auf Fotos kräftig. Matt streut das Licht und wirkt ruhiger und hochwertiger. Auf Kraftpapier wird matt oft gewählt, weil die natürliche Oberfläche unangetastet bleibt.
Der Bezug zur Kompostierbarkeit
Farbe und Lack gehören zur Zusammensetzung des Produkts und werden in der Kompostierbarkeitsprüfung mitbewertet. Grenzwerte für Schwermetalle und Fluor gelten auch für diese Schichten; ein falsch gewählter Lack kann die Auslobung unbrauchbar machen.
Was anzufordern ist
Je eine Konformitätserklärung für Farbe und für Lack. Der Satz 'unser Produkt ist lebensmittelkonform' genügt nicht; welche Farbe unter welchen Bedingungen konform ist, gehört schriftlich festgehalten.
Häufige Fragen
- Darf die Fläche mit Mundkontakt bedruckt werden?
- Mit konformer Farbe ja, in der Produktion wird das Druckfenster aber meist davon weggelegt. Das ist ein Grund, warum das Logo auf dem Griff sitzt.
- Macht Mattlack den Druck flauer?
- Er senkt die Sättigung etwas. Bei dunklen Farben kaum merklich, bei hellen und kräftigen deutlich.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13






