Lebensmittelkontakt: 1935/2004 und das LFGB
Die Verordnung (EG) 1935/2004 ist der europäische Rahmen für Materialien mit Lebensmittelkontakt: ein Material darf keine schädlichen Stoffe abgeben und weder Zusammensetzung noch Geschmack verändern. Das LFGB ist das deutsche Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch und in der Praxis das am häufigsten namentlich verlangte Dokument.
Zwei Namen, zwei Ebenen
Verlangt wird eine Konformitätserklärung
Gefordert ist kein Zertifikat, sondern eine vom Hersteller ausgestellte Konformitätserklärung. Sie hält fest, welches Material mit welcher Lebensmittelart, bei welcher Temperatur und wie lange in Kontakt kommen darf. Prüfberichte stützen die Erklärung, ersetzen sie aber nicht.
Jede Komponente wird einzeln bewertet
Eine Gabel ist nicht nur Holz: Druckfarbe, Lack und eine etwaige Bestecktasche gehören ebenfalls zur Kontaktkette. Die Konformität ist Komponente für Komponente zu belegen; ein Satz deckt kein ganzes Produkt ab.
Gute Herstellungspraxis gehört dazu
Der Rahmen lässt ein sicheres Material allein nicht genügen — die Herstellung muss ebenfalls nach guter Herstellungspraxis erfolgen. Deshalb verlangen Beschaffungsakten neben der Produkterklärung auch Nachweise zum Prozess.
Wie es bei Susteez steht
Die Unterlagen zum Lebensmittelkontakt liegen der Auftragsakte bei, das LFGB ist vorhanden. Wird ausdrücklich auf ein nationales Regime Bezug genommen, sollte das früh gesagt werden — der Name des verlangten Dokuments unterscheidet sich je nach Markt.
Häufige Fragen
- Gilt eine FDA-Erklärung in der EU?
- Nein. Die USA und die EU sind getrennte Regime; die Konformität mit dem einen ersetzt das andere nicht. Wer in beide Märkte liefert, braucht beides.
- Fallen Servietten darunter?
- Jedes Material, das voraussichtlich Lebensmittel berührt, fällt darunter. Berührt die Serviette Lebensmittel, ist eine Erklärung nötig.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13






