PFAS in Lebensmittelverpackungen und warum sie verboten werden
PFAS sind eine Gruppe fluorierter Chemikalien, die Papier und Karton fett- und wasserabweisend machen. Sie heißen Ewigkeitschemikalien, weil sie sich in Umwelt und Körper nicht abbauen. Über zwölf US-Bundesstaaten haben sie im Lebensmittelkontakt verboten, und europäische Beschränkungen sind in Vorbereitung.
Wo sie auftauchen
Überall dort, wo eine Fettbarriere gebraucht wird: Burgerpapier, Pommestüten, Pizzakartons, Backpapiere, manche beschichteten Kartonteller. In unbeschichtetem Holz, Bambus oder glattem Papier erfüllen sie keine Funktion — fehlende Funktion ist allerdings kein Nachweis für Abwesenheit, und diese Lücke schließt eine Lieferantenerklärung.
Warum so hart reguliert wird
Die Kohlenstoff-Fluor-Bindung gehört zu den stärksten der Chemie. Das Material bleibt in der Umwelt, reichert sich in Gewässern an und kann über kompostierte Verpackung in landwirtschaftliche Böden gelangen. Deshalb setzen auch Kompostierbarkeitsnormen einen Fluorgrenzwert.
Die Formulierung ist eine Rechtsfrage
Was der Einkauf verlangen sollte
Eine Erklärung je Material statt je Produkt: Holz, Bambus, Serviettenpapier, Verpackungspapier, Farbe und Lack brauchen jeweils eine eigene. Ein Satz über den fertigen Artikel genügt einer Compliance-Akte nicht.
Der Bezug zur Kompostierbarkeit
EN 13432 setzt einen Fluorgrenzwert. Eine PFAS-haltige Beschichtung gefährdet damit auch das Kompostierbarkeitszertifikat. Zwei Themen, die getrennt aussehen und sich in derselben Prüfung treffen.
Häufige Fragen
- Enthält Holzbesteck PFAS?
- Es gibt keinen funktionalen Grund dafür — eine Fettbarriere ist nicht nötig. Ohne Lieferantenerklärung bleibt das aber eine Behauptung und keine Tatsache.
- Gibt es ein europäisches Verbot?
- Eine umfassende EU-Beschränkung für den Lebensmittelkontakt ist in Vorbereitung; einzelne Staaten wie Dänemark wenden nationale Verbote bereits an.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13






