Tampondruck und die Oberflächen, auf denen er funktioniert
Beim Tampondruck wird Farbe aus einem geätzten Klischee auf ein Silikonkissen gehoben und von dort auf das Produkt übertragen. Weil sich das Silikon der Form darunter anpasst, druckt das Verfahren auf gewölbte, unebene und schmale Flächen. Deshalb wird es für Besteckgriffe und Trinkhalme eingesetzt.
So arbeitet das Verfahren
Das Motiv wird in eine Metallplatte geätzt, die Vertiefung mit Farbe geflutet, der Überschuss abgerakelt. Ein Silikonkissen drückt auf das Klischee, nimmt die Farbe auf und legt sie auf das Produkt. Die Nachgiebigkeit des Silikons macht den Weg von der flachen Platte auf die gewölbte Fläche überhaupt möglich.
Wo es die richtige Wahl ist
Die Grenzen
Die bedruckbare Fläche endet dort, wo das Kissen aufsetzt — ein definiertes Fenster auf dem Griff, nicht die ganze Länge. Für fotografische Verläufe ist das Verfahren ungeeignet; es liefert die besten Ergebnisse in einer Farbe oder wenigen getrennten Farben.
Warum das Logo auf den Griff gehört
Ein Logo auf der Bestecktasche landet mit dem Servicebeginn im Abfall. Ein Logo auf dem Griff bleibt für die Dauer des Essens in der Hand des Gastes. Der Unterschied in der Sichtzeit ist erheblich und rechtfertigt den Kostenunterschied.
Die Farbe zählt
Produkte mit Mundkontakt werden mit lebensmittelkonformer Farbe bedruckt, und das ist keine Präferenz, sondern eine Anforderung. Eine gesonderte Konformitätserklärung für Farbe und Lack gehört zur Standardprüfung.
Häufige Fragen
- Reibt Tampondruck ab?
- Mit passender Farbe und Aushärtung nicht. Bei einem Einwegartikel genügt ohnehin die Beständigkeit für einen Service.
- Wie viele Farben sind möglich?
- Jede Farbe bedeutet ein weiteres Klischee und einen weiteren Durchgang. Eine Farbe ist am wirtschaftlichsten; mit jeder weiteren steigen Kosten und Passerschwierigkeit.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13






