Vliesstoff erklärt: Spunlace, Airlaid, Spunbond
Vliesstoff entsteht, indem Fasern direkt verbunden werden, ohne Garn zu spinnen oder zu weben. Im Erfrischungstuch dominieren drei Typen: Spunlace wird durch Hochdruckwasserstrahlen verfestigt, Airlaid durch Luftströmung, Spunbond durch direkt abgelegte Schmelzfilamente. Sie unterscheiden sich in Griff, Saugfähigkeit und Kosten.
Der Charakter der drei
Warum es kein Weben ist
Für Gewebe muss erst Garn gesponnen und dann verkreuzt werden. Vliesstoff überspringt beide Schritte und verbindet die Fasern mechanisch, thermisch oder chemisch. Für ein Einwegprodukt ist das schneller und günstiger.
Was der Gast tatsächlich merkt
Der Unterschied im Griff kommt fast vollständig aus der Verfestigungsart. Spunlace liest sich als Textil und wirkt hochwertig, Spunbond dünner und papierartiger. Zwei Tücher mit identischem Flächengewicht können sich völlig verschieden anfühlen.
Verhältnis zum Flächengewicht
Verfestigungsart und Gewicht sind zwei getrennte Entscheidungen. Jeden Typ gibt es in mehreren Gewichten, und mit dem Gewicht steigen Griff und Kosten. Nur nach Gramm zu fragen liefert die halbe Spezifikation.
Viskose- und Polyesteranteil
Die Faserzusammensetzung ist eine weitere Variable. Mehr Viskose bedeutet mehr Saugfähigkeit und natürlicheren Griff, Polyester bringt Festigkeit. Wird Kompostierbarkeit ausgelobt, muss die Zusammensetzung schriftlich vorliegen, denn der Synthetikanteil wirkt unmittelbar darauf.
Häufige Fragen
- Ist Vliesstoff kompostierbar?
- Das hängt an der Faserzusammensetzung. Ein viskosereicher Vliesstoff kann es sein, ein polyesterlastiger nicht. Das Verhältnis schriftlich erfragen.
- Welcher Typ ist am verbreitetsten?
- Spunlace ist im Erfrischungstuch am gebräuchlichsten; dort liegt das beste Verhältnis von Textilgriff und Saugfähigkeit.
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-13






